Das Uhrenmagazin

Leser dieses Blogs wissen, dass ich der Meinung bin, dass gute Uhren nicht nur aus der Schweiz kommen müssen. Dort gibt es zwar eine regelrechte Ansammlung hochwertigster Uhrenhersteller, aber mittlerweile haben auch Hersteller außerhalb Europas gut aufgeholt. Beispielsweise die USA.

Der folgende Artikel stellt „all-American“ Uhrmacher vor, also solche, die nicht nur ihren Firmensitz in den Vereinigten Staaten haben, sondern auch dort produzieren.

RGM

RGM Modell PS 801-E

RGM Modell PS 801-E

Für amerikanische Uhrenliebhaber ein Begriff, hier auf meinem Blog noch unterrepräsentiert: RGM. Das Unternehmen fertigt in Pennsylvania. Das Programm ist überschaubar, drei Basismodelle, begleitet von einem Tourbillon-Modell. Das Kaliber 20 ird komplett von RGM selbst produziert. Die Preise liegen zwischen 2.200 und 100.000 Dollar.

Shinola

Shinola Ford Mustang

Shinola Ford Mustang

Selbstverständlich darf in einem Beitrag über amerikanische Uhrenmarken mein Liebling Shinola nicht fehlen. Wenn man den Gerüchten im Uhrenzirkus glauben darf, erfreuen sich die Uhren aus Detroit gerade rasender Beliebtheit. Ein vielversprechender Anfang als Lichtblick in der krisengebeuteltsten Stadt Amerikas. Die Shinola-Uhren kosten zwischen 550 und 600 Euro.

Keaton Myrick

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Keaton Myrick ist in Oregon ansäßig. Zuvor hatte er auch schon in der Uhrenindustrie gearbeitet, beispielsweise für MKII. Nachdem er ein Technikum absolviert hatte, arbeitete er eine Weile in einem der Service Center von Rolex, bevor er mit der eigenen Uhrenherstellung begann. Myrick macht jedes auch noch so kleine Teil seiner Uhren selbst, bis hin zu den Schrauben. Er fertigt sie alleine, dementsprechend lange ist die Warteliste für seine exklusiven Zeitmesser. Die Preise liegen bei 18.000 Dollar.

Devon

Devon Tread 1 Black

Devon Tread 1 Black

Ich habe die Devon hier im Blog schon mal vorgestellt, deshalb nur kurz: Devon ist feinste Uhrmacherkunst, aber mit einem Hang zum Bizarren. Die oben abgebildete Tread 1 ist ein Beispiel dafür: Uhrzeiten, die auf Laufbändern angezeigt werden, WOT? Trotzdem genial.

Kobold

kobold-spirit-of-america

Kobold Spirit of America

 

Hört sich an wie ein deutscher Staubsauger, ist aber immer noch das Flaggschiff des Internet-Uhren-Wahnsinns. Die Ideen für ihre Uhren, das Design — alles Produkte einer intensiven Zusammenarbeit mit Uhren-Enthusiasten im Internet. Auch Kobold fertigt in Pennsylvania. Mittlerweile gibt es mehr als zwei Dutzend Modelle im Angebot. Die Preise für eine Kobold liegen zwischen 2.150 und 16.500 Dollar.

LÜM-TEC

LÜM-TEC 300M

LÜM-TEC 300M

Wer auf amerikanische Sportuhren steht, kommt an Lüm-Tec nicht vorbei, alleine schon wegen der schicken Ü-Punkte. Dreh- und Angelpunkt der Uhren ist klare Ablesbarkeit in suboptimalen Lichtverhältnissen. Dafür kommt das bewährte Leuchtmittel von Lüm-Tec zum Einsatz (Maximum Darkness Visibility), das ungefähr dreimal heller leuchtet als Superluminova. Lüm-Tec fertigt nicht alle Teile in den USA, um die Preise gering zu halten. Sie liegen zwischen 435 und 1295 Dollar.

Weiss Watch Company

weiss-watch

Die Weiss Watch Company ist das jüngste Unternehmen der Szene. Inhaber Cameron Weiss, ein zertifizierter WOSTEP-Uhrmacher, hat jahrelang für die besten Namen der Schweizer Uhrenindustrie gearbeitet. Weiss-Uhren werden in Los Angeles gefertigt. Die ersten Modelle orientieren sich an Felduhren des Zweiten Weltkriegs. Die Preise liegen bei knapp 800 Dollar.