Das Uhrenmagazin

RM56-01 BACK CMYK

Die Rückansicht.

 

Neue Uhren faszinieren mich bekanntermaßen immer, und ich finde auch richtig teure Uhren interessant, wenn sie noch irgendwie nach Uhr aussehen. Über die anderen berichte ich zwar auch, aber für die schlägt mein Herz nicht unbedingt. Die Richard Mille 59-01 gehört deutlich in die Kategorie der teuren und interessanten Uhren. Teuer, weil das Stück, das es in der limitierten Auflage von 50 gibt, sagenhafte 620.000 Dollar kostet. Interessant, weil die Uhr auf typische Richard Mille-Art gefertigt ist: ausgefallene Materialien, edelste Verarbeitung — und kein Stückchen Bling Bling weit und breit. Das beruhigt.

Was als erstes auffällt, ist das Design der 59-01: Es ist deutlich geprägt von den jamaikanischen Nationalfarben. Kein Wunder, denn die Uhr ist eine Hommage an den 100-Meter-Läufer Yohan Blake. Der trägt gerne mal seine Richard Mille am Handgelenk, wenn er bei Sportwettkämpfen antritt. Die Entwickler von Richard Mille entwickelten daraufhin eine Uhr ganz speziell für Sprinter: Leicht sollte sie sein, und das Uhrwerk, natürlich mit Tourbillon, so viel Luxus muss sein, ist ebenfalls so konstruiert, dass es die teilweise enormen Belastungen beim Laufen problemlos aushält.

Die verbauten Materialien sind natürlich oberste Liga: skelettierte Titanbodenplatte. Brücken aus korrosionsfreiem Aluminium. Saphirglas. Edelstahl. Gehäuse aus Kohlenstoffnanoröhren.

Das besondere stilistische Merkmal der Richard Mille 59-01 sind die klauenartigen Brücken, „Beast Bridges“ genannt. Sie sind eine Reminiszenz an den typischen Laufstil des Sprinters — er formt seine Hände zu „Klauen“, wenn er läuft.

carbon nanotubes

Auf dem Bild zu sehen: die Kohlenstoffnanoröhren der Uhr.

bridges back view

Die „Beast Bridges“.