Das Uhrenmagazin

Bei Ressence basieren alle Uhrendesigns auf einem einzigen Designkonzept. Das ist meistens nicht die beste aller Ideen, wollen Uhrenhersteller sich dauerhaft auf dem schwer umkämpften Markt halten. Bei Ressence jedoch funktioniert das Konzept bestens. Einerseits, weil der Hersteller jede Menge Forschungs- und Entwicklungsarbeit in seine innovativen Uhren gesteckt hat; andererseits, weil das Uhrendesign unvergleich ist und die Mechanik schlicht genial.

Nun hat Ressence vor knapp vier Monaten seine erste Taucheruhr auf den Markt gebracht: Die Ressence Type 5. Die Uhren des Belgischen Herstellers erzeugen die perfekte Illusion durch ihre mit Öl gefüllten Gehäuse – die eines soliden Zifferblattes mit mehr oder weniger unsichtbaren Verbindungen zwischen den Einzelteilen. Das Ergebnis sind Uhren, die wie Smartwatches aussehen, ohne welche zu sein.
4_type5bbÖlgefüllte Gehäuse sind außerdem wie gemacht für Taucheruhren. Durch die fehlende Luft im Uhrengehäuse halten sie einem unglaublichen Druck statt. Eine phantastische, spiegelfreie Ablesbarkeit aus allen Richtungen wird bei den Uhren von Ressence durch die Kombination eines entspiegelten, gewölbten Saphirglases mit der Ölfüllung erreicht.

Die Ressence Type 5 ist eine Mechanikuhr, im Gegensatz zu den wenigen anderen ölgefüllten Uhren auf dem Markt, die mit Quarzwerken ausgestattet sind. Ein mechanisches Uhrwerk und eine Menge Öl sind nicht unbedingt die allerbeste Kombination. Um das möglich zu machen, hat Ressence das verwendete Swiss Made ETA-Werk stark modifiziert. Es ist davon auszugehen, dass die Ressence Type 5 die einzige ölgefüllte mechanische Taucheruhr auf dem Markt ist.

Die Taucheruhr ist wasserdicht bis 100 Meter; damit siedelt sich die Uhr eher im Freizeitbereich an, als im Profibereich. Mit einem Durchmesser von 46 Millimetern und einer Höhe von 15,5 Millimetern ist das Gehäuse nicht gerade unaufdringlich. Durch die Verbindung von Titan und Saphirglas ist die Uhr trotz ihrer Größe relativ leicht. Eine Krone sucht man bei allen Uhren von Ressence vergeblich. Alle nötigen Einstellungen werden über den Gehäuseboden vorgenommen.
Innerhalb des Gehäuses befinden sich zwei Kammern: In der oberen befindet sich das Zifferblatt und das Öl (37,5 Milliliter um exakt zu sein), in der unteren, trockenen Kammer arbeitet das mechanische Werk. Die Informationen werden vom Werk mit Hilfe von Mikromagneten an das Zifferblatt weitergeleitet.
5_type5bbFür die Anzeigen hat der Hersteller sich einen Mechanismus patentieren lassen, das Ressence Orbital Convex System (ROCS).

Das mechanische Werk im Inneren der Type 5 verfügt über einen Handaufzug, stellt die Energie für Stunden, Minuten und eine kleine Sekunde zur Verfügung. Es arbeitet mit 28.800 Vibrationen pro Stunde und hat eine Gangresserve von ca. 36 Stunden.

Öl verändert bei Temperaturschwankungen sein Volumen – ein Problem, das Ressence bereits bei früheren Modellen angehen musste. In jedem Gehäuse befinden sich sieben Blasebalge, die auf das veränderte Ölvolumen reagieren. Auf dem Zifferblatt findet sich aus diesem Grund auch eine Öl-Temperaturanzeige, so dass der Träger die ungewöhnlichen Vorgänge in seiner Uhr nachvollziehen kann.
Die Type 5 kommt an einem schwarzen Leder- oder NATO-Armband.

So cool diese Uhren auf den Bildern aussehen – in echt sollen sie sogar noch eindrucksvoller sein.
Die Uhren von Ressence werden aufgrund ihres hohen Preises nicht für jeden Fan des Designs erschwinglich sein. Für das hier vorgestellte Modell werden 26.250€ (exklusive Steuern) fällig. Die hohen Preise haben zwei Gründe: Man bezahlt für das unvergleichliche Design und für die harte Arbeit, die es gekostet hat, es umzusetzen.